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  Reifen ABC





Die zulässigen Reifendimensionen für Ihr Fahrzeug finden Sie im "alten" Fahrzeugschein unter Ziff. 20 bis 23. Evtl. stehen unter Ziff.33 noch weitere Reifengrößen oder spezielle Empfehlungen (Reifenhersteller, Profilausführungen). Im "neuen" EU-Fahrzeugschein finden Sie die Reifendimensionen im Feld 15.1 , 15.2. Achtung: In diesen Feldern stehen aber evtl. Reifendimensionen, die auf Ihrem Fahrzeug gar nicht montiert sind. Falls Sie nicht sicher sind, welche Reifendimension Sie benötigen, genügt ein "Blick" auf die Seitenwandbeschriftung Ihrer "jetzigen" auszutauschenden Reifen.



205
Reifenbreite in mm (20,5 cm)
55
Verhältnis von Höhe zu Breite in % (55% von 205 mm ist die Höhe)
R
Code für Reifenbauart (R = Radialreifen)
16
Felgendurchmesser in Zoll
91
Traglastindex des Reifens (91 = 615 kg pro Reifen)
W
Kennzeichnung für die Höchstgeschwindigkeit des Reifens(W=bis 270 km/h)


evtl.zusätzliche Bezeichnungen:

XL / EL / RF
Extra Load, Bezeichnung für verstärkte Reifen-(hohe Traglast)
TL
Tubeless (schlauchloser Reifen)
R
Reifenbauart (Radial)
DOT
Hinweis u.a. auf das Herstellungsdatum
M+S
Kennzeichnung (Matsch und Schnee) für Winter-/Allwetterreifen
FSL/MFS/FR/ML/RPB
Reifen verfügt über einen Felgenschutz (Gummilippe zum Schutz der Alufelge vor "Bordsteinremplern")
AO
Kennung für Audi Fahrzeuge (Verwendung aber auch für jedes andere KFZ)
MO
Kennung für Mercedes Fahrzeuge (Verwendung aber auch für jedes andere KFZ)
* (*BMW)
Kennung für BMW Fahrzeuge (Verwendung aber auch für jedes andere KFZ)
N0 – N6
Porschekennungen (Verwendung aber auch für jedes andere KFZ)
GRNX
Michelin Green X, Energiesparender und ökologischer Reifen
E
E-Prüfziffer, Kennung für Europa-Zulassung
LT
Light Truck (US-Bezeichnung)
P
Passenger Car (PKW, US-Bezeichnung)
OWL/OWLS/RWL/RWLS
bei 4x4 Reifen - weiße Konturschrift
BSW/BSS/RBL
bei 4x4 Reifen - schwarze Konturschrift
C
Commercial -Hinweis auf verstärkten Karkassenaufbau bei Transporterreifen
C 104/102
Traglastindex bei Transporterreifen (Einzel-/Zwillingsbereifung)
6PR / 8PR / 10PR
Reifen mit erhöhter Traglast für Transporter
RFT
Run Flat Tire (Bridgestone)
ROF
Run on Flat (Goodyear)
EMT
Emergency Mobil Tire (Goodyear)
SSR
Self Supporting Runflat (Continental)
CSR
Reifen mit Notlaufeigenschaften (Continental)
SST / ZP
Reifen mit Notlaufeigenschaften (Michelin)
DSST
Dunlop Self Supporting Technology (Dunlop)
RF / ZP
Runflat (Pirelli)
AOE
Runflat Reifen (Reifen mit Notlaufeigenschaften) (Audi)
HSR
Reifen mit Notlaufeigenschaften (Hankook)
RSI
Reifen mit Notlaufeigenschaften (Nokian)


Buchstabe / Referenzgeschwindigkeit:

P
150 km/h
Q
160 km/h
R
170 km/h
S
180 km/h
T
190 km/h
U
200 km/h
H
210 km/h
V
240 km/h
W
270 km/h
Y
300 km/h
ZR
über 240 km/h

Beim Erwerb von Sommerreifen, müssen die "neuen" Reifen einen Geschwindigkeitsindex haben, der um 9 km/h höher liegt, als die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges lt. Fahrzeugschein. z.B. Höchstgeschwindigkeit = 198 km/h lt. Fahrzeugschein + 9 km/h "Puffer" = 207 km/h Die neuen Reifen müssen also bis max. 207 km/h zugelassen sein, in diesem Fall wäre das ein Reifen mit dem Geschwindigkeitsindex H ( H = max. 210 km/h ) Selbstverständlich dürfen auch Reifen mit einem noch höheren Geschwindigkeitsindex montiert werden, nur keinesfalls darunter. Für Reifen die eine M&S (Matsch u. Schnee) Kennung tragen ( z.B. Winter-/Ganzjahresreifen ), gilt diese Regelung nicht. Hier dürfen auch Reifen montiert werden, die für geringere Geschwindigkeiten als die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges, ausgelegt sind. Es ist dann aber "gut sichtbar" im Amaturenbrett ein Hinweis ( z.B. Aufkleber mit der max. Höchstgeschwindigkeit der montierten Reifen ) anzubringen, der dem Fahrer signalisiert, dass Reifen montiert sind, die nicht für die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeuges ausgelegt sind.


Reifen aller Hersteller tragen eine sogenannte DOT-Nr. Der letzte Zahlenblock dieser DOT-Nr. (4 Zahlen) gibt das Produktionsdatum des Reifens an. Die ersten beiden Ziffern die Produktionswoche, die letzten beiden Ziffern das Produktionsjahr. Im Beispielbild 0100 = Kalenderwoche 01 im Jahr 00 (2000).









Die am 4. Dezember 2010 in Kraft getretene Verordnung bedeutet eine Konkretisierung der bereits seit 2006 bestehenden Rechtslage. Eine ausdrückliche Pflicht zur Winterbereifung gilt nun für denjenigen, der mit dem Auto bei „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte auf der Fahrbahn“ unterwegs ist - verbindlich übrigens auch für im Ausland zugelassene Kraftfahrzeuge.

• Fazit
Generell gefordert werden Winterreifen auch mit der neuen Rechtslage nicht!
Nur wer bei "Eis, Schneematsch….." mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld - damit ist die bisherige Rechtsunsicherheit aufgehoben. Wer Fahrten bei "Eis, Schneematsch…" zuverlässig vermeiden kann, kann auch weiterhin im Winter Sommerreifen fahren! Dies hat besondere Bedeutung in traditionell winterarmen Regionen sowie für Besitzer von Zweitwagen oder Oldtimern - und natürlich für den, der gegebenenfalls auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen kann.


• Winter -und Ganzjahresreifen

Reifen nur mit M+S-Kennung erfüllen die Anforderungen der Winterreifen-Verordnung. Der ADAC empfiehlt, Reifen mit M+S- und Schneeflockensymbol (siehe Logo). Auch Ganzjahresreifen mit dieser Kennzeichnung erfüllen die Anforderung!





Warum Neureifen (keine gebrauchten oder runderneuerten)?
Neben der verbesserten Sicherheit durch die volle Profiltiefe fahren sich neue Reifen auch leiser und rollen komfortabler ab. Die Neureifen sind vom Hersteller genaustens geprüft und garantieren so optimale Sicherheit !! Von gebrauchten Reifen wird dringend abgeraten, da man die "Vorgeschichte" solcher Reifen nicht kennt. Evtl. ist das "Innenleben" solcher Reifen bereits schwer beschädigt (z.B. heftiges Überfahren von Bordsteinkanten etc.) Neureifen sollten die ersten 200 - 300 km bei mittlerer Geschwindigkeit eingefahren werden. So wird die Lauffläche der Reifen angerauht, dadurch wird die volle Leistungsfähigkeit der Reifen erreicht.


Neben der regelmäßigen Kontrolle von Luftdruck, Profiltiefe, Beschädigungen und richtiger Lagerung sollten Sie auch folgendes beachten: Reifen an der Antriebsachse unterliegen einem stärkeren Verschleiß als die anderen Räder am Fahrzeug. Tauschen Sie diese Räder hin und wieder Achsweise aus, um so ein gleichmäßiges Abfahren der Reifen zu gewährleisten. Bei der Montage der Sommer/oder Winterreifen lassen Sie diese auch immer neu "auswuchten" um ein ausschlagen von Fahrwerksteilen zu vermeiden.


Die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe beträgt 1,6 mm.

Aber:
Bei einer Vollbremsung auf nasser Fahrbahn halbiert sich der Bremsweg gegenüber eines Neureifens mit ca. 8 mm Profil zu einem abgefahrenen Reifen mit nur noch 1,6 mm Profil!

Tipp:
Sommerreifen ab 3 mm und Winterreifen ab 4 mm Profiltiefe gegen neue Reifen austauschen.
Mit abnehmender Profiltiefe verlängert sich nämlich nicht nur der Bremsweg, auch die Gefahr von Aquaplaning steigt erheblich an.

- Kontrollieren Sie alle 4 Wochen die Profiltiefe Ihrer Reifen 8 mm sind zu empfehlen, mind 3 mm(Sommerreifen) und 4 mm(Winterreifen).
Denken Sie zwischendurch auch an Ihr Reserverad im Kofferraum!


Die meisten Reifenschäden sind auf den falschen Luftdruck zurückzuführen. Kontrollieren Sie den Luftdruck bei normalem Betrieb ca. alle 2 Wochen. (denken Sie auch an das Reserverad). Den vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Luftdruck finden Sie in der Bedienungsanleitung des Fahrzeuges oder im Tankdeckel/Türholm vermerkt. Falscher Luftdruck erhöht den Verschleiß, beeinflusst das Fahrverhalten negativ und erhöht den Kraftstoffverbrauch.

- Luftdruck am kalten Reifen messen
- Luftdruck nicht an warmen Reifen korrigieren
- Luftdruck der Reifen muss achsweise gleich sein (kann zw.VA/HA differieren)
- Ventilkappen müssen fest angeschraubt sein
- fehlende Ventilkappen sofort ersetzen